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Das 15. Sorak-Symposium (2008)


Thema: Jahrhundertwende - Aufbruch in die Moderne 

Leitung: Dorothee Kimmich, Tübingen


Fotos: http://kggerman.or.kr/sorak/2008fotos.htm


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Das 15. Sorak-Symposium

Jahrhundertwende - Aufbruch in die Moderne

Mit Prof. Dr. Dorothee Kimmich / Germanistik (Universität Tübingen)

Veranstaltet von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (KGG)
in Zusammenarbeit mit dem DAAD

 
 

  • Zeit: 02. Oktober (Do) - 05. Oktober (So) 2008
  • Ort: Hotel Kolon in Kyungju

 

Organisationskomitee:
CHAE Yon-Suk(Vorsitzende, E-Mail: chaeys@mail.knu.ac.kr), CHOI Yun-Young, TAK Sun-Mi, CHANG Hye-Soon, BAE Jung-Hee, JUNG Mi-Kyeung, HONG Jin-Ho, KIM Chung-Whan, KIM Yon-Su, SUH Yo-Sung,   YOO Hyun-Joo, PARK Yo-Song, SHIN Gi-Young, Ch. Seifener, Bernd  ESCH

Kontaktadresse für die ausländischen Teilnehmer:
Prof. Dr. JUNG Mi-Kyeung, Kyonggi University
E-Mail: kassmede@kyonggi.ac.kr
Tel.: 0082-31-249-9150, 010-2517-0573

* Erste Anmeldefrist endet am 15. Mai 2008.

 

1. Aufbau und Verlauf des Symposiums

Das 15. Sorak-Symposium besteht, wie bisher, aus 4 halbtägigen Sitzungen, einem Seminar bzw. einer Sektionsarbeit und einer gemeinsamen Nachmittagswanderung am letzten Arbeitstag. Vorgetragen werden voraussichtlich etwa 20 Beiträge einschließlich des Eröffnungsvortrags. Der Teilnehmerkreis wird nach unserer Einschätzung etwa 60 Personen umfassen, wobei 4 bis 5 Gäste aus ostasiatischen Nachbarländern wie auch mehrere deutsche KollegInnen zu erwarten sind. In diesem Jahr wollen wir wie bisher bemüht sein, unseren wissenschaftlichen Nachwuchs, d.h. DoktorandInnen der Germanistik, stärker mit einzubeziehen. Wir wollen ihnen mehr Gelegenheit geben, an der wissenschaftlichen Öffentlichkeit teilzunehmen und untereinander Kontakte zu knüpfen.
 

2. Anmeldung

Interessenten sind gebeten, sich bis zum 15. Mai 2008 bei Prof. JUNG Mi-Kyeung(kassmede@kyonggi.ac.kr) anzumelden. Dabei sollen gemäß des beigefügten Anmeldeformulars die entsprechenden Daten angegeben werden. Diejenigen KollegInnen, die sich für ein Referat entschieden haben, sollen neben der Angabe des Titels auch den Inhalt des geplanten Referates, etwa in 5-10 Zeilen zusammengefasst, kurz beschreiben.
 

3. Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren betragen für Professoren 160.000 Won, für Lehrbeauftragte und Studenten 80.000 Won. (Bei frühzeitiger Anmeldung bis zum 15. Mai gibt es einen ermäßigten Preis: 130.000 Won/ 70.000 Won). Die Gebühren beinhalten die Kosten für 3 Übernachtungen (bei einer Belegung einer Dreizimmerwohnung mit drei Personen), alle Mahlzeiten und Getränke während der Tagung, Tagungsunterlagen wie auch Eintrittskarten für die Wanderung. Es besteht außerdem die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis eine etwas kleinere Wohnung zu zweit (Aufpreis 30.000 Won pro Person für drei Übernachtungen) zu mieten. Dies sollte dann bei der Anmeldung mitgeteilt werden. Es gibt auch ein gutes Heilbad mit Sauna, die gegen Nachweis der Teilnahme zu ermäßigten Gebühren benutzbar sind.

Die Teilnahmegebühren sind möglichst bis zum 31. August 2008 auf das unten genannte Bankkonto zu überweisen oder können auch bei der Anmeldung am Tagungsort entrichtet werden.

Konto-Nr.: 1002-132-959393 bei der Uri-Bank

Kontoinhaber: YOO Hyun-Joo
 

4. Hinweise zu den Referaten

Für jedes Referat sind 45 Minuten vorgesehen (20 Minuten für das Referat, die restliche Zeit für die Diskussion). Alle Referenten werden daher gebeten, einen Manuskriptumfang von 6 DIN A4-Seiten nicht zu überschreiten. Es wird empfohlen, das Manuskript mit dem Textverarbeitungsprogramm MS-Word zu erstellen und bis zum 10. September per E-Mail an Herrn SUH Yo-Sung (typus@daegu.ac.kr, 053-850-6036, 010-7445-0914) zu senden.
 

5. Dokumentation des Symposiums

Die Referate werden - wenn das gewünscht ist - in erweiterter und eventuell überarbeiteter Form in der offiziellen Zeitschrift der KGG, der "Dogilmunhak", veröffentlicht. Sie werden dann in der "Dogilmunhak", die Ende Juni 2009 erscheint, publiziert. Die Publikationskosten sind vom Verfasser zu tragen. Für die Veröffentlichung der Gastbeiträge übernimmt die KGG die Kosten.
 

6. Themenbeschreibung

Jahrhundertwende – Aufbruch in die Moderne

Die Jahrhundertwende um 1900 zu bestimmen und zu charakterisieren, ist nicht leicht. Sie umfasst einen Zeitraum vieler widersprüchlicher Entwicklungen. Eine konzise, präzise und zugleich umfassende Definition, eine überzeugende Abgrenzung gegenüber anderen literaturgeschichtlichen Epochen und Stilen ist daher problematisch. Man könnte von einem „Übergangscharakter“ sprechen, den diese Epoche in besonderem Maße markiert. Niklas Luhmann spricht von „‚Sattelzeiten’“, in denen es „hochzentralisierte evolutionäre Errungenschaften gibt, von denen nahezu alles andere abhängt“. Solche Errungenschaften können technischer Art sein, wie die Dampfmaschine oder das Auto, es kann sich um neue Kommunikationsformen bzw. um neue Medien wie Film, Photographie, Telefon und Telegramm handeln. Schließlich können es neue Verkehrsmittel oder neue soziale Lebensformen sein. Auf diese verschiedenen Aspekte soll daher in diesem Symposium näher eingegangen werden.

Für den vorgeschlagenen Zeitraum von ungefähr 1885/90 bis ca. 1910 existiert eine Anzahl zum Teil konkurrierender und zum Teil komplementärer Epochen-Begriffe und Stil-Bezeichnungen: Jahrhundertwende, Impressionismus, Symbolismus, Neuromantik, Neoklassik, Décadence, Fin de siècle, Jugendstil, Wiener Moderne, Berliner Moderne, Münchner Moderne etc. Deutlich ist, dass die verschiedenen Bezeichnungen aus unterschiedlichen Kategoriensystematiken stammen: Einmal sind es geographische Bezeichnungen (z. B. die „Wiener Moderne“), dann Begriffe aus der Kunstgeschichte (Impressionismus, Jugendstil), ferner Vorstellungen, die auf die Literaturgeschichte verweisen, eine Art Wiederkehr schon bekannter Ästhetiken suggerieren (Neuromantik, Neoklassik) und damit nicht nur spezifische Traditionen konstruieren, sondern auch die Leistungen und den Erfolg der jeweiligen Epoche für sich in Anspruch nehmen. Keine dieser Bezeichnungen ist „neutral“ im Sinne historischer Objektivität; alle suggerieren bereits ein bestimmtes Vorverständnis der Epoche: entweder indem sie sie in die Kontinuität einer anderen – der Romantik oder der Klassik – stellen, oder indem sie die Bedeutung einer bestimmten Gattung hervorheben – wie etwa die Lyrik im Symbolismus –, oder auch indem sie eine geschichtsphilosophische Theorie insinuieren – wie „Fin de siecle“ und „Décadence“.

Literatur und Kultur der Jahrhundertwende sind mit keinem dieser Begriffe zureichend beschrieben und erfasst. Vielmehr ist festzuhalten, dass es sich um einen Zeitraum handelt, in dem die verschiedensten Stile vorkommen.

Berechtigt ist dann allerdings die Frage, ob sich hier überhaupt von einer Epoche sprechen lässt und welche Kriterien genannt werden können, um doch von einer – wenn nicht auf stilistischer, so doch auf anderer Ebene – in sich abgeschlossenen und wieder erkennbaren Epoche zu sprechen. Man muss also zwischen der inneren Komplexität und der äußeren Geschlossenheit einer Epoche unterscheiden können. Keiner der genannten Begriffe leistet die notwendige Zusammenfassung im Sinne der Luhmannschen „Errungenschaften“, die eine Gesellschaft und deren Wandel beschreiben könnten. Eine Möglichkeit bietet sich allerdings, wenn man die Jahrhundertwende als den ersten großen Abschnitt der Moderne versteht. Die „Jahrhundertwende“, das Jahrhundert-Ende und der Anfang des nächsten Jahrhunderts, wären dann zu verstehen als der Aufbruch in die Moderne. Die Entstehung der modernen Gesellschaft, das Auftauchen neuer sozialer Schichten, die Formierung von modernen Geschlechterdiskursen, die Entstehung der ersten europäischen Metropolen, moderne Ästhetik, Kunst und Literatur kennzeichnen diese Epoche und lassen trotz der hohen internen Differenzierung ein geschlossenes Epochenbild entstehen.

Moderne Literatur ist sich ihrer jeweiligen Zeit und ihrer jeweiligen Geschichte bewusst und thematisiert dieses Wissen inhaltlich und formal. Das Prädikat „modern“ lässt sich daher nicht auf einen bestimmten Inhalt oder auf einzelne formale Kriterien festlegen. Vielmehr bezeichnet es unterschiedlich realisierte Formen der Reflexion auf Geschichte und Geschichtlichkeit, oder anders und allgemeiner gesagt, ästhetische Variationen einer historisch aufgeklärten Selbstreflexion. Die spezifische Art der Modernisierung im Allgemeinen und in der Literatur im Besonderen, die um 1900 stattgefunden hat, ist daher nicht nur auf dem Gebiet der Literaturgeschichte zu fassen. Sie verlangt eine umfassende Kontextualisierung. Die Philologien sehen sich in zunehmendem Maße dazu aufgefordert, eine eingeschränkte Vorstellung von Kontext – im Sinne vorfindlicher historischer Ereignisse – zugunsten von dynamischen Konzepten aufzugeben.

Ein Schwerpunkt wird auf der Entwicklung und Bedeutung der modernen europäischen Großstadt liegen: Die modernen Metropolen Paris, Wien und Berlin werden nicht nur zu den Zentren des literarischen Lebens, vielmehr sind sie auch die Orte, an denen die wissenschaftlichen, medientechnischen und sozialen Veränderungen stattfinden. Sie bilden in mehrfacher Hinsicht den „Kontext“ der literarischen Jahrhundertwende. Ein weiterer Schwerpunkt der Darstellung liegt auf den Entwicklungen in den Naturwissenschaften seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie haben entscheidend zur Entstehung eines neuen Weltbildes, eines neuen Menschenbildes und damit auch zur Entstehung einer modernen Ästhetik und Kunst beigetragen. Dies sind im Luhmannschen Sinne „Errungenschaften“, die Epoche machen.

 

Schwerpunkt I

Urbanisierung/ Individualisierung/ Anonymisierung

Das großstädtische Leben ist vom Phänomen der Beschleunigung gekennzeichnet. Telephon und Telegraphen, Straßenbahnen und elektrische Busse revolutionieren den Verkehr und die Kommunikation. Alles wird „schneller“, eiliger: Das ist eine der Erfahrungen, die die Menschen mit der Moderne verbinden. Diese zeichnet sich aber auch durch die Erfahrung einer grundsätzlichen Veränderung von Kommunikation aus. Der Raum der Kommunikation wird immer größer. Das Verhältnis von Raum und Zeit ändert sich und damit auch die Wahrnehmung von Distanzen. Auch die Tatsache, dass die Städte nach anderen Zeit-Rhythmen leben, ist eine neue Erfahrung: Tag und Nacht werden durch die künstliche Beleuchtung ineinander verschoben. Selbst die Jahreszeiten werden immer weniger spürbar: Stahlrohrkonstruktionen und Passagen schaffen in den Städten überdachte Räume, künstliche Paradiese, die gegen die Witterung, Kälte und Regen abgeschlossen sind.

Die Großstadt wird damit zum Raum, in dem man „Masse“ jeden Tag erfährt – eine Erfahrung, die kein anderer Ort der Welt ermöglicht. Für alle Großstadtbewohner gilt: Traditionelle Gewohnheiten und Konventionen, die bis dahin gültig schienen, werden im Großstadtleben in Frage gestellt, sind ungültig oder unbrauchbar geworden. Die Großstadt ist nicht nur ein Resultat der Modernisierung, sondern selbst wiederum ein Modernisierungsfaktor, weil sie herkömmliche Werte und Traditionen im „Schmelztiegel“ ihrer massenhaften Einzelerscheinungen auflöst. Die Veränderungen der urbanen Lebenswelt durch Elektrifizierung, Verkehrsmittel und Warenkultur werden um 1900 freilich nicht nur erlebt, sondern zugleich beschrieben, analysiert, reflektiert und dargestellt. Es bildet sich ein weitverzweigter Großstadtdiskurs, der seine Spuren im Feld der Literatur ebenso hinterläßt wie in Feuilleton, Kulturkritik und Wissenschaften. Der Großstadtdiskurs der Jahrhundertwende kreist aber nicht nur um das Erscheinungsbild der modernen Metropolen – um Architektur, Straßenverkehr, Dingwelt und Warenkultur – sowie um die gewandelten sozialen Strukturen. Nicht allein dass es im urbanen Raum Neues wahrzunehmen gibt, wird vermerkt, sondern auch, dass sich die Form der Wahrnehmung und die Konstitution der Wahrnehmenden selbst verändert haben. Um 1900 entspinnt sich eine intensive Diskussion um den spezifischen Charakter großstädtischer – und moderner – Subjektivität, wobei diese genetisch meist auf die „objektiven“ Entwicklungen und Kräfte der Zeit zurückbezogen wird.

Themen:

Individualisierung

Atomisierung

Masse und Nivellierung

Kommunikation

Wahrnehmung

Raum und Zeit in der Großstadt

 

Schwerpunkt II

Wissenschafts- und Wissensgeschichte/ Psychologie und Psychoanalyse

Die Entstehung und Institutionalisierung der wissenschaftlichen Psychologie findet vor allem in Deutschland statt: Das erste Psychologische Institut wird von Wilhelm Wundt (1832-1920) an der Universität in Leipzig gegründet. Die Psychologie ist naturwissenschaftlich experimentell orientiert; sie konzentriert sich auf Fragen von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Reaktion und Assoziationsvermögen. Lern- und Gedächtnispsychologie spielen ebenso eine große Rolle wie die Erforschung der kindlichen Entwicklung: Man spricht von einer „Entdeckung des Kindes“ in der Psychologie um 1900. Zur selben Zeit entsteht auch die so genannte Gestaltpsychologie, eine spezielle Ausrichtung der Disziplin, die Wahrnehmung nicht nur nach dem Schema von Reiz und Reaktion beschreibt, sondern von ganzheitlichen Wahrnehmungsmustern ausgeht. So wird z. B. die Frage untersucht, warum der Mensch Tonfolgen als Melodien und nicht als einzelne Töne hört, Bildfolgen im Kino als Bewegungen und nicht als einzelne Bilder wahrnimmt. Die Gestaltpsychologie spielt im Rahmen philosophischer, wahrnehmungs- und medientheoretischer Fragestellungen eine große Rolle. Nicht nur Robert Musil, sondern auch der Filmkritiker Béla Balász (1884-1949; Der sichtbare Mensch, erschienen 1924, vgl. Balázs 2000), der Medientheoretiker Rudolf Arnheim (1904-2007; Der Film als Kunst, erschienen 1932, vgl. Arnheim 2002) und der Philosoph Edmund Husserl (1859-1938) werden nachhaltig durch sie geprägt.

Die methodische Umorientierung von den Naturwissenschaften zu einer psychologischen Hermeneutik eröffnet Freud den Weg zu seiner eigenen Theorie, deren Grundzüge er erstmals in seinem wohl bekanntesten und einflussreichsten Buch Die Traumdeutung (1900) entwickelt. Die Vorstellung, man könne ins Unbewusste vordringen, indem man das wache, bewusste Ich vorübergehend ausschaltet, bleibt zentral für Freuds Anthropologie und Persönlichkeitsmodell auch als er sich von der Hypnose abwendet und seine psychoanalytische Technik der therapeutischen Assoziation entwirft. Dabei geht Freud von der Prämisse aus, dass psychische Krankheiten ebenso wie Träume Zeichensysteme sind, die mit Hilfe der Rede-Kur und des Zuhörens bzw. der Aufzeichnungen des Therapeuten interpretiert und zugleich damit therapiert werden können. Nach Freud sind es allererst die kulturellen Konstruktionen der Scham und des Ekels, die in einer Gesellschaft eine „Normalform“ von Sexualität entstehen lassen. Diese ist daher nichts Naturgegebenes oder Absolutes, sondern etwas Produziertes und Relatives – ein „Mittelwert“ zwischen Extremen („Perversionen“), mit denen sie in Verbindung steht. Zwar lässt sich Freuds Theorie auch als ein Versuch zur therapeutischen Re-Integration des Ich in eine Ganzheit begreifen: Die Auffindung und Aufarbeitung unbewusster Wünsche und Erfahrungen hat ja gerade eine Selbstaufklärung des Patienten zum Ziel, soll pathologische Erscheinungen beseitigen und im Sinne einer Befreiung wirken. Doch weit deutlicher werden um 1900 die zersetzenden und destabilisierenden Wirkungen der Psychoanalyse empfunden (vgl. Kapitel IV.6).

Themen:

Geschichte der Naturwissenschaften

Wissensgeschichte

Wahrnehmungsphysiologie

Ernst Mach

Psychoanalyse und Literatur

 

Schwerpunkt III

Geschlecht und Körper

In die Reihe der Veränderungen, die teils begrüßt und gefordert, andererseits aber auch bekämpft und gefürchtet wurden, gehört sicherlich an erster Stelle die Emanzipation der Frauen. Mit der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts verändern sich auch die Vorstellungen von Familie und Ehe ebenso wie das Verhältnis der Geschlechter zueinander. Die Rolle der Frau wird neu definiert. Das ist ein langsamer, aber nachhaltiger Prozess, mit dem eine der größten sozialen Revolutionen der letzten Jahrhunderte einsetzt: Arbeitswelt, Familienstrukturen, die Codierungen der Liebe und die der Geschlechterdefinitionen werden sich wandeln.

Ehe, Familie, Geschlechterrollen und Geburtenkontrolle sind Themen, die allesamt auf die Rolle der Sexualität um 1900 verweisen. Dieses Thema spielt in der Betrachtung der Jahrhundertwende eine außergewöhnlich große Rolle, was in erster Linie damit zusammenhängt, dass das Zeitalter die Sexualität selbst ausgiebig, explizit, ständig und eingehend thematisiert.

Turnen, Sport, Tanz, Gymnastik und Freikörperkultur spielen um die Jahrhundertwende eine große Rolle. Die kritische oder kompensatorische Reaktion auf die moderne Arbeitswelt hat sich aber nicht nur in Körperwahrnehmung und Tanzmoden niedergeschlagen. Eine der weit reichendsten Erfindungen der Jahrhundertwende dürfte die so genannte Freizeit selbst und das zugehörige „Freizeitverhalten“ sein, wobei Jugend und Freizeit fast synonym verwendet werden können. Freizeit bedeutet Zerstreuung, Vergnügen, Sport, Kino, Varieté, Tanz. Zu diesem Bereich gehört auch das Reisen. Sowohl die ausgedehnten Erholungsreisen als auch kürzere Ausflüge werden zu einem Stück Normalität. Die Konzepte von Jugend und Freizeit verweisen besonders in Deutschland sehr deutlich aufeinander. „Jugend“ wird zu einem Mythos, der in verschiedener Weise die Kultur der Jahrhundertwende entscheidend prägt.

 

Themen:

Geschlechterrollen

Medien und Literatur

Literatur und Kultur

Ehe und Familie

Sexualität

Körper und Geschichte

Geschichte der Medizin 

Freizeit und Sport

[Prof. Dr. Dorothee Kimmich, Tübingen im April 2008]       

 

Bibliographie

• Bauer, Roger/Heftrich, Eckard/Koopmann, Helmut u.a. (Hrsg.): Fin de siècle. Zu Literatur und Kunst der Jahrhundertwende. Frankfurt/Main 1977. (= Studien zur Philosophie und Literatur des 19. Jahrhunderts.35.)

• Bayerdörfer, Hans-Peter / Conrady, Karl Otto / Schanze, Helmut (Hrsg.): Literatur und Theater im Wilhelminischen Zeitalter. Tübingen 1978.

• Bedwell, Carol E. B.: The Parallelism of Artistic and Literary Tendencies in Germany 1880 - 1910. Diss. Indiana University 1962.

• Beimdick, Walter: Jahrhundertwende. In: Handlexikon zur Literaturwissenschaft. Hrsg. v. Diether Krywalski. München 1974. S. 200 - 207.

• Bithell, Jethro: Modern German Literature 1880 - 1938. 2. Aufl. London 1946.

• Böschenstein, Bernhard: Wirkungen des französischen Symbolismus auf die deutsche Lyrik der Jahrhundertwende. In: Euphorion 58 (1964) S. 375 - 395.

• Borek, Johanna: Sensualismus und Sensation. Zum Verhältnis von Natur, Moral und Ästhetik in der Spätaufklärung und im Fin de Siècle. Wien, Köln u. Graz 1983.

• Bradbury, Malcolm/McFarlane, James (Hrsg.): Modernism 1890 - 1930. Harmondsworth u. New York 1976.

• Brandt, Paul A.: Das deutsche Drama am Ende des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Kritik. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Kritik. Diss. Leipzig 1932.

• Bügner, Torsten/Wagner, Gerhard: Die Alten und die Jungen im Deutschen Reich. Literatursoziologische Anmerkungen zum Verhältnis der Generationen 1871 - 1918. In: Zeitschrift für Soziologie 20 (1991) S. 177 - 190.

• Burggraf, Uta: Kunst und Proletariat. Zur Differenzierung einiger theoretischer Positionen am Ende des 19. Jahrhunderts. In: Weimarer Beiträge 24 (1978) H. 8. S. 96 - 122.

• Correns, Marie-Luise: Bühnenwerk und Publikum. Eine Untersuchung der Struktur von vier erfolgreichen Dramen um die letzte Jahrhundertwende in Berlin (Sudermanns "Heimat", Halbes "Jugend", Hauptmanns "Fuhrmann Henschel", Holz' und Jerschkes "Traumulus"). Diss. Jena 1956.

• Darge, Elisabeth: Lebensbejahung in der deutschen Dichtung um 1900. Breslau 1934. (= Deutschkundliche Arbeiten. Reihe A. 1.)

• Diersch, Manfred: Empiriokritizismus und Impressionismus. Über Beziehungen zwischen Philosophie, Ästhetik und Literatur um 1900 in Wien. Berlin/Ost 1977. (= Neue Beiträge zur Literaturwissenschaft. 36.)

• Eilert, Heide: Abschied von Kythera? Zu Arthur Schnitzlers "Komödie der Verführung" und der Rokoko-Rezeption des Fin de siècle. In: Sprachkunst 22 (1991) S. 215 - 229.

• Eilert, Heide: Jahrhundertwende. In: Literatur-Lexikon. Hrsg. v. Walther Killy. Bd. 13: Begriffe, Realien, Methoden. A - Lei. Hrsg. v. Volker Meid. Gütersloh u. München 1992. S. 449 - 455.

• Falk, Walter: Der kollektive Traum vom Krieg. Epochale Strukturen der deutschen Literatur zwischen Naturalismus und Expressionismus. Heidelberg 1977.

• Finney, Gail: Women in Modern Drama. Freud, Feminism, and European Theater at the Turn of the Century. Ithaca/London 1989.

[Hierzu Rezension von Lynda J. King. In: Monatshefte für deutschen Unterricht, deutsche Sprache und Literatur 83 (1991) No. 1. S. 59 - 62]

• Fischer, Jens Malte: Fin de siècle. Kommentar zu einer Epoche. München 1978.

• Fischer, Jens Malte: Jahrhundertdämmerung. Kleines Glossar des Fin de siècle. In: Merkur 44 (1990) S. 999 - 1005.

• Fischer, Markus: Augenblicke um 1900. Literatur, Philosophie, Psychoanalyse und Lebenswelt zur Zeit der Jahrhundertwende. Frankfurt/Main, Bern u. New York 1986. (= Tübinger Studien zur deutschen Literatur. 11.)

• Flatz, Roswitha: "Krieg im Frieden": Das aktuelle Militärstück auf dem Theater des deutschen Kaiserreichs. Frankfurt/Main 1976. [Zuvor: Diss. Köln 1974]

• Fritz, Horst: Die Dämonisierung des Erotischen in der Literatur des Fin de Siècle. In: Fin de Siècle. Zu Literatur und Kunst um die Jahrhundertwende. Hrsg. v. Roger Bauer, Eckard Heftrich, Helmut Koopmann u.a. Frankfurt/Main 1977. (= Studien zur Philosophie und Literatur des 19. Jahrhunderts.35.) S. 442 - 464.

• Geuter, Ulfried: Zeit der Krisen - Die Jugend in der deutschen Literatur um 1900. In: Die Geschichtlichkeit des Seelischen. Der historische Zugang zum Gegenstand der Psychologie. Weinheim 1986. S. 209 - 236.

• Giesing, Michaela: Ibsens "Nora" und die wahre Emanzipation der Frau. Zum Frauenbild im Wilhelminischen Theater. Frankfurt/M., Bern u.a. 1984. (= Studien zum Theater, Film und Fernsehen. 4.) [Zuvor: Diss. Köln 1981]

• Glaser, Hermann: Literatur des 20. Jahrhunderts in Motiven. I: 1870 - 1918. München 1978.

• Goff, Penrith: Wilhelminisches Zeitalter. Bern u. München 1970. (= Handbuch der deutschen Literaturgeschichte. II. Abteilung: Bibliographien. Bd. 10.)

• Gordon, Jan B.: "Decadent Spaces": Notes for a Phenomenology of the Fin de Siècle. In: Decadence and the 1890s. Hrsg. v. Ian Fletcher. New York 1980.

• Gray, Ronald: The German Tradition in Literature 1871 - 1945. Cambridge 1965.

• Greve, Ludwig/Volke, Werner: Jugend in Wien. Literatur um 1900. Sonderausstellung des Schiller-Nationalmuseums. München 1974. (= Katalog-Nr. 24. Hrsg. v. Bernhard Zeller.)

• Grimm, Reinhold: Zwischen Raserei und Ratio. Deutsche Dramatik seit 1870 in weltliterarischem Zusammenhang. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik [LiLi] 24 (1994) H. 94. S. 127 - 134.

• Haida, Peter: Komödie um 1900. Wandlungen des Gattungsschemas von Hauptmann bis Sternheim. München 1973. (= Kritische Informationen. 7.) [Zuvor: Diss. Münster 1971]

• Halbe, Max: Jahrhundertwende. Erinnerungen an eine Epoche. München u. Wien 1976. [Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Anneliese Halbe]

Zuvor: Salzburg 1945. (= Max Halbe: Gesammelte Werke. Bd. 2.)

• Hermand, Jost: Gralsmotive um die Jahrhundertwende. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte [DVjs] 36 (1962) S. 521 - 543.

• Hermand, Jost: Der Schein des schönen Lebens. Studien zur Jahrhundertwende. Frankfurt/Main 1972. (= Athenäum Paperbacks - Germanistik.)

• Hermand, Jost: Depravierter Idealismus. Dramentheorie um die Jahrhundertwende. In: Deutsche Dramentheorien. Beiträge zu einer historischen Poetik des Dramas in Deutschland. Hrsg. v. Reinhold Grimm. Bd. 2. 3., verbess. Aufl. Wiesbaden 1981. (= Athenaion-Literaturwissenschaft. 12.) S. 111 - 128.

• Hermand, Jost: Schwundformen des Liberalismus: Zur ästhetischen Fronde im Zweiten Kaiserreich. In: Die Modernisierung des Ich. Studien zur Subjektkonstitution in der Vor- und Frühmoderne. Hrsg. v. Manfred Pfister. Passau 1989. (= PINK. Passauer Interdisziplinäre Kolloquien. 1.) S. 111 - 121.

• Heydebrand, Renate von: Zur normativen Konstruktion der Literatur um 1900. Ein Bericht über Untersuchungen an sozialdemokratischen, katholischen und "neutralen" Unterhaltungsblättern. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik [LiLi] 18 (1988) H. 71. S. 61 - 72.

• Hinterhäuser, Hans: Tote Städte in der Literatur des Fin de Siècle. In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 206 (1970) S. 321 - 344.

• Hinterhäuser, Hans: Fin de Siècle. Gestalten und Mythen. München 1977.

• Hohlfeld, A. R.: Statistisches zur deutschen Literatur 1880 - 1930. In: Monatshefte für deutschen Unterricht 25 (1933) S. 229 - 234.

• Iskra, Wolfgang: Die Darstellung des Sichtbaren in der dichterischen Prosa um 1900. Münster 1967. (= Münstersche Beiträge zur deutschen Literaturwissenschaft. 2.)

• Jaron, Norbert/Möhrmann, Renate/Müller, Hedwig: Berlin - Theater der Jahrhundertwende. Bühnengeschichte der Reichshauptstadt im Spiegel der Kritik (1889 - 1914). Tübingen 1986.

• Johannsen, Hans Peter: Die seelische Passivität im Roman um die Jahrhundertwende und ihre innere Überwindung. 1890 - 1910. Diss. Kiel 1933.

• Just, Klaus G.: Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart. Geschichte der deutschen Literatur seit 1871. Bern u. München 1973. (= Handbuch der deutschen Literaturgeschichte. I,4.)

• Kaempfer, Wolfgang: Das Ende der "Konzepte" - zur Literatur um die Jahrhundertwende. In: Universitas 41 (1986) Bd. I. S. 559 - 570.

• Kalcher, Joachim: Perspektiven des Lebens in der Dramatik um 1900. Diss. Köln 1980.

• Kaufmann, Hans: Zur Situation der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende. In: Ders.: Krisen und Wandlungen der deutschen Literatur von Wedekind bis Feuchtwanger. Fünfzehn Vorlesungen. 2. Aufl. Berlin u. Weimar 1969. S. 19 - 46 und S. 528 f.

• Kaufmann, Hans (Hrsg.): Vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis 1917. Berlin (Ost) 1975. (= Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg. v. Hans-Günther Thalheim u.a. Bd. 9.)

• Kimmich, Dorothee / Wilke, Tobias: Einführung in die Literatur der Jahrhundertwende. Darmstadt 2006.

• Kluckhohn, Paul: Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der deutschen Dichtung. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte [DVjs] 29 (1955) S. 1 - 19.

• Köster, Udo: Die Überwindung des Naturalismus. Begriffe, Theorien und Interpretationen zur deutschen Literatur um 1900. Hollfeld/Ofr. 1979. (= Analysen und Reflexionen. 35.)

• Koppen, Erwin: Dekadenter Wagnerismus. Studien zur europäischen Literatur des Fin de siècle. Berlin u. New York 1973.

• Kreuzer, Helmut (Hrsg.): Jahrhundertende - Jahrhundertwende. 1. Teil. Wiesbaden 1976. (= Neues Handbuch der Literaturwissenschaft. 18.)

• Kuchenbuch, Thomas: Die Welt um 1900. Unterhaltungs- und Technikkultur. Stuttgart 1992.

• Leiß, I/Stadler, H: Deutsche Literaturgeschichte. Bd. 8. Wege in die Moderne 1890-1918, München 1998.

• Leroy, Robert/Pastor, Eckart (Hrsg.): Deutsche Dichtung um 1890. Beiträge zu einer Literatur im Umbruch. Bern, Frankfurt/Main, New York u.a. 1991.

• Lorenz, Max: Die Literatur am Jahrhundert-Ende. Stuttgart 1900.

• Lüth, Paul Egon Heinrich: Literatur als Geschichte. Deutsche Dichtung von 1885 - 1947. 2 Bde. Wiesbaden 1947.

[Vgl. hierzu das Buch von Paul Rilla: Literatur und Lüth. Eine Streitschrift. Berlin 1948]

• Lukács, Georg: Deutsche Literatur im Zeitalter des Imperialismus. Eine Übersicht ihrer Hauptströmungen. Berlin 1945.

• Machatzke, Martin: Vom naturalistischen zum symbolistischen Drama. Zur Entwicklungsgeschichte der deutschen Literatur um 1900. In: Grillparzer-Forum Forchtenstein (1977) S. 69 - 89. [Ein Vortrag vom 14. Juni 1976]

• Martini, Fritz: Deutsche Literatur zwischen 1880 und 1950. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte [DVjs] 26 (1952) S. 478 - 535.

• Mattenklott, Gert / Scherpe, Klaus R. (Hrsg.): Positionen der literarischen Intelligenz zwischen bürgerlicher Reaktion und Imperialismus. Kronberg/Ts. 1973. (= Literatur im historischen Prozeß. Ansätze materialistischer Literaturwissenschaft. Analysen, Materialien. Studienmodelle. Bd. 2. - Scriptor-Tb. Literaturwissenschaft. S 3.)

• Mennemeier, Franz Norbert: Literatur der Jahrhundertwende. Europäisch-deutsche Literaturtendenzen (1870 - 1910).

Bd. 1: Bern, Fankfurt/Main u. New York 1985. (= Germanistische Lehrbuchsammlung. 39.)

Bd. 2: Bern, Frankfurt/Main, New York u. Paris 1988. (= Germanistische Lehrbuchsammlung. 39/II.)

• Middell, Eike: Literatur zweier Kaiserreiche. Deutsche und österreichische Literatur der Jahrhundertwende. Berlin 1993.

• Mommsen, Wolfgang J.: Die Herausforderung der bürgerlichen Kultur durch die künstlerische Avantgarde. Zum Verhältnis von Kultur und Politik im Wilhelminischen Deutschland. In: Geschichte und Gesellschaft 20 (1994) S. 424 - 444.

• Müller, Dorit: Gefährliche Fahrten. Das Automobil in Literatur und Film um 1900. Würzburg 2004. (= Epistemata Literaturwissenschaft. 486.)

• Müller, Götz: Das Bild des Arbeiterführers im Drama des Kaiserreichs. In: Archiv für Kulturgeschichte 59 (1977) S. 471 - 488.

• Naumann, Hans: Die deutsche Dichtung der Gegenwart. 1885 - 1923. Stuttgart 1923. - 6. Aufl. Ebd. 1933.

• Neuschäfer, Hans-Jörg: Das "Zauberwort Entwicklung" und die Opposition des Gefühls. Fortschrittsängste und Beharrungswünsche im Feuilletonroman des Fin de siècle. In: Fortschrittsglaube und Dekadenzbewußtsein im Europa des 19. Jahrhunderts. Literatur - Kunst - Kulturgeschichte. Hrsg. v. Wolfgang Drost. Heidelberg 1986. (= Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur- und Sprachwissenschaft. 59.) S. 151 - 162.

• Nolden, Thomas: Der Décadent und sein Arzt. Bemerkungen zur europäischen Literatur der Jahrhundertwende. In: Arcadia 24 (1989) S. 157 - 188.

• Osborn, Max: Der bunte Spiegel. Erinnerungen aus dem Kunst-, Kultur- und Geistesleben der Jahrhunderte von 1890 - 1919. New York 1945.

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• Pfeiffer, K. Ludwig: Fin de siècle und Endzeitbewußtsein. In: Die "Nineties". Das englische Fin de siècle zwischen Dekadenz und Sozialkritik. München 1983.

• Pinkerneil, Beate / Pinkerneil, Dietrich / Zmegac, Viktor (Hrsg.): Literatur und Gesellschaft. Zur Sozialgeschichte der Literatur seit der Jahrhundertwende. Frankfurt/Main 1973. (= FAT. 2023.)

• Presber, Rudolf: Vom Theater um die Jahrhundertwende. 12 Kapitel. Stuttgart 1901.

• Rasch, Wolfdietrich: Aspekte der deutschen Literatur um 1900. In: Ders.: Zur deutschen Literatur seit der Jahrhundertwende. Gesammelte Aufsätze. Stuttgart 1967. S. 1 - 48.

• Rieder, Heinz: Die Geburt der Moderne in der Literatur der Jahrhundertwende. In: Begegnung 21 (1966) S. 15 - 20.

• Rosenhaupt, Hans Wilhelm: Der deutsche Dichter um die Jahrhundertwende und seine Abgelöstheit von der Gesellschaft. Diss. Bern 1939.

• Roth, Günther: Die kulturellen Bestrebungen der Sozialdemokratie im kaiserlichen Deutschland. In: Moderne deutsche Sozialgeschichte. Hrsg. v. Hans-Ulrich Wehler. Köln u. Berlin 1966. S. 342 - 365 und S. 530 - 540.

• Schlinkmann, Adalbert: "Einheit" und "Entwicklung". Die Bildwelt des literarischen Jugendstils und die Kunsttheorien der Jahrhundertwende. Diss. Bamberg 1974.

• Schwede, Reinhild: Die literarischen und außerliterarischen Tendenzen um die Jahrhundertwende. In: Dies.: Wilhelminische Neuromantik. Flucht oder Zuflucht? Ästhetizistischer, exotistischer und provinzialistischer Eskapismus im Werk Hauptmanns, Hesses und der Brüder Mann um 1900. Frankfurt/Main 1987. (= Hochschulschriften Literaturwissenschaft. 81.) S. 19 - 36 und S. 198 - 207.

• Schwerte, Hans: Der Weg ins zwanzigste Jahrhundert. In: Annalen der deutschen Literatur. Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg. v. Heinz Otto Burger. Stuttgart 1952. S. 719 - 840.

• Schwerte, Hans: Deutsche Literatur im Wilhelminischen Zeitalter. In: Wirkendes Wort [WW] 14 (1964) S. 254 - 270.

• Sollmann, Kurt: Literarische Intelligenz vor 1900. Studien zu ihrer Ideologie und Geschichte. Köln 1982. (= Pahl-Rugenstein-Hochschulschriften - Gesellschafts- und Naturwissenschaften. 94.)

• Spies, Werner: Der literarische Geschmack im Ausgang des 19. Jahrhunderts im Spiegel der deutschen Zeitschriften. Diss. Bonn 1953.

• Stein, Ludwig: An der Wende des Jahrhunderts. Versuch einer Kulturphilosophie. Freiburg/Br. 1899.

• Szondi, Peter: Das lyrische Drama des Fin de siècle. Hrsg. v. Henriette Beese. Frankfurt/Main 1975. (= Studienausgabe der Vorlesungen. Bd. 4. - suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 90.)

• Szondi, Peter: Theorie des modernen Dramas (1880 - 1950). 15. Aufl. Frankfurt/Main 1981. (= edition suhrkamp. 27.)

• Tegtmeier, Ralph: Okkultismus und Erotik in der Literatur des Fin de Siècle. Königswinter 1983.

• Thomalla, Ariane: Die femme fragile. Ein literarischer Frauentypus der Jahrhundertwende. Bonn 1971.

• Titzmann, Michael: Das Konzept der "Person" und ihrer "Identität" in der deutschen Literatur um 1900. In: Die Modernisierung des Ich. Studien zur Subjektkonstitution in der Vor- und Frühmoderne. Hrsg. v. Manfred Pfister. Passau 1989. (= PINK. Passauer Interdisziplinäre Kolloquien. 1.) S. 36 - 52.

• Trautwein, Wolfgang: Offenes Finale: Akkumulation, Kreisbewegung und Ausbruch im deutschen Drama zwischen 1890 und 1933. In: Sprache im technischen Zeitalter (1984) S. 155 - 178.

• Trommler, Frank (Hrsg.): Jahrhundertwende: Vom Naturalismus zum Expressionismus. 1880 - 1918. 12.- 14. Tsd. Reinbek 1982. (= Deutsche Literatur. Eine Sozialgeschichte. Hrsg. v. Horst Albert Glaser. Bd. 8. - rororo. 6257.)

• Uebis, Walter: Naturreligiöse Züge im deutschen Schrifttum um 1900. Diss. Köln 1952.

• Uekermann, Gerd: Renaissancismus und Fin de siècle. Die italienische Renaissance in der deutschen Dramatik der letzten Jahrhundertwende. Berlin u. New York 1985. (= Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker. N.F. 84 [= 208])

• Václavek, Ludwig E.: Einheitlichkeit oder Widerspruch? Naturalismus und Moderne in der deutschsprachigen Literatur um 1900. In: Neohelicon 9 (1982) H. 1. S. 131 - 144.

• Vaerenbergh, Leona van: Der dionysische Tanz und das "Lebenspathos" der Jahrhundertwende. Eine Interpretation lyrischer Texte. In: Neophilologus 69 (1985) S. 579 - 589.

• Walter, Rudolf: Nietzsche - Jugendstil - Heinrich Mann. Zur geistigen Situation der Jahrhundertwende. München 1976.

• Weinhold, Ulrike: Die Renaissancefrau des Fin de siècle. Untersuchungen zum Frauenbild der Jahrhundertwende am Beispiel von R. M. Rilkes "Die weiße Fürstin" und H. von Hofmannsthals "Die Frau im Fenster". In: Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 18 (1984) S. 235 - 271.

• Wien, Alfred: Die Seele der Zeit in der Dichtung um die Jahrhundertwende. Leipzig 1921.

• Worbs, Michael: Wissenschaft und Literatur im Fin de siècle. In: Sprache im technischen Zeitalter 18 (1978) S. 302 - 316.

• Worbs, Michael: Nervenkunst. Literatur und Psychoanalyse im Wien der Jahrhundertwende. Frankfurt/Main 1988.

[Hierzu Rezension von Jens Rieckmann. In: The German Quarterly 63 (1990) S. 298 f.]

• Wunberg, Gotthart: Utopie und fin de siècle. Zur deutschen Literaturkritik vor der Jahrhundertwende. Ein Vortrag. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte [DVjs] 43 (1969) S. 685 - 706.

• Wunberg, Gotthart (Hrsg.): Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Unter Mitarbeit von Johannes Braakenburg. Stuttgart 1981. (= RUB. 7742.)

• Ders.: Jahrhundertwende, Gunter Narr 2001.

• Zmegac, Viktor: Zum literarhistorischen Begriff der Jahrhundertwende (um 1900). In: Deutsche Literatur der Jahrhundertwende. Hrsg. v. Viktor Zmegac. Königstein/Ts. 1981. S. IX - LI.

• Zmegac, Viktor: Die Jahrhundertwende (um 1900) als literarhistorischer Begriff. In: Neohelicon 11 (1984) H. 1. S. 19 - 30.

• Zmegac, Viktor: Die Realität ahmt die Kunst nach: Zu einer Denkfigur der Jahrhundertwende. In: Die Modernisierung des Ich. Studien zur Subjektkonstitution in der Vor- und Frühmoderne. Hrsg. v. Manfred Pfister. Passau 1989. (= PINK. Passauer Interdisziplinäre Kolloquien. 1.) S. 180 -189.

• Zmegac, Viktor: Kunst und Ideologie in der Gattungspoetik der Jahrhundertwende. In: Ders.: Tradition und Innovation. Studien zur deutschsprachigen Literatur seit der Jahrhundertwende. Wien, Köln u. Weimar 1993. (= Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur. 26.) S. 74 - 101.

[Zuerst erschienen in: Germanisch-Romanische Monatsschrift [GRM] N.F. 30 (1980) S. 312 - 335] 


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