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Das 12. Sorak-Symposium

Wende und Wandel - die deutsche Literatur und Kultur im Prozess der Wiedervereinigung

Mit Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Universität Bielefeld)

Veranstaltet von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (KGG)
in Zusammenarbeit mit dem DAAD

 


 

  • Zeit: 7. Oktober (Do) - 10. Oktober (So) 2004
  • Ort: Osaek Green Yard Hotel am Soraksan, Yang-Yang, Kangwon-Do, Korea
  • Tel: 033-672-8500, Fax: 033-672-8502

 

Organisationsgremium: Prof. Dr. JANG Eun-Soo (Vorsitzende, E-Mail: sorak04@empal.com)
Prof. Dr. AHN Jin-Tae, CHOI Yun-Young, Bernd ESCH, HONG Upyong, KIM Johann, KIM Paek-Ki, Kai KÖHLER, LEE Kishik, LEE Joon-Suh, LEE Hae-Wook, PARK Hee-Kyung, ROH Yeong-Don, SONG Hi-Young, TAK Sun-Mi

 

Kontaktadresse für die ausländischen Teilnehmer :

Prof. Dr. Lee Joon-Suh
Ewha Women's University
E-Mail: wiedas@ewha.ac.kr
Tel.: 0082-2-3277-2194, 017-353-2770

 

1. Aufbau und Verlauf des Symposiums

Das 12. Sorak-Symposium besteht, wie bisher, aus 4 halbtägigen Sitzungen, einem Seminar bzw. einer Sektionsarbeit und einer gemeinsamen Nachmittagswanderung am letzten Arbeitstag. Vorgetragen werden etwa 15-18 Beiträge einschließlich des Eröffnungsvortrags. Der Teilnehmerkreis wird nach unserer Einschätzung etwa 50 Personen umfassen, wobei 4 bis 5 Gäste aus ostasiatischen Nachbarländern wie auch mehrere deutsche KollegInnen zu erwarten sind. In diesem Jahr wollen wir bemüht sein, unseren wissenschaftlichen Nachwuchs, d.h. DoktorandInnen der Germanistik, stärker mit einzubeziehen. Wir wollen ihnen mehr Gelegenheit geben, an der wissenschaftlichen Öffentlichkeit teilzunehmen und untereinander Kontakte zu knüpfen.

Die Erfahrung mit dem Osaek Green Yard Hotel hat uns gezeigt, dass dies ein idealer Tagungsort ist. Neben der wissenschaftlichen Arbeit bieten das heiße Quellbad und das wunderschöne Waldgebiet gute Erholungsmöglichkeiten.

 

2. Anmeldung

Interessenten sind gebeten, sich bis zum 20. April 2004 bei Prof. LEE Joon-Suh über die oben angegebene (E-Mail-)Adresse anzumelden. Dabei sollen gemäß des beigefügten Anmeldeformulars die entsprechenden Daten angegeben werden. Diejenigen KollegInnen, die sich für ein Referat entschieden haben, sollen neben der Angabe des Titels auch den Inhalt des geplanten Referates, etwa in 5-10 Zeilen zusammengefasst, kurz beschreiben.

 

3. Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren betragen für Professoren 150.000 Won, für Lehrbeauftragte und Studenten 80.000 Won. (Bei frühzeitiger Anmeldung bis Ende April gibt es einen ermäßigten Preis: 120.000 Won/ 70.000 Won). Die Gebühren beinhalten die Kosten für 3 Übernachtungen (bei einer Belegung einer 85qm großen Dreizimmerwohnung mit drei Personen), alle Mahlzeiten und Getränke während der Tagung, Tagungsunterlagen wie auch Eintrittskarten für die Wanderung im Sorakgebirge. Es besteht außerdem die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis eine etwas kleinere Wohnung für sich alleine (Aufpreis 90.000 Won für drei Übernachtungen) oder zu zweit (Aufpreis 30.000 Won pro Person für drei Übernachtungen) zu mieten. Dies sollte dann bei der Anmeldung mitgeteilt werden. In allen Wohnungen ist eine Kochgelegenheit vorhanden. Es gibt auch ein Schwimm- und ein Heilbad mit Sauna, die gegen Nachweis der Teilnahme zu ermäßigten Gebühren (4.000 Won Eintrittspreis) benutzbar sind.

Die Teilnahmegebühren sind möglichst bis zum 3. September auf das unten genannte Bankkonto zu überweisen oder können auch bei der Anmeldung am Tagungsort entrichtet werden.

 

Konto-Nr.: 079-02-479512 bei der Nonghyup-Bank

Kontoinhaber: CHOI Yun-Young

 

4. Hinweise zu den Referaten

Für jedes Referat sind 45 Minuten vorgesehen (20 Minuten für das Referat, die restliche Zeit für die Diskussion). Alle Referenten werden daher gebeten, einen Manuskriptumfang von 6 DIN A4-Seiten nicht zu überschreiten. Es wird empfohlen, das Manuskript mit dem Textverarbeitungsprogramm MS-Word zu erstellen und bis zum 27. August per E-Mail an Herrn KIM Johann (kimjohann@korea.com) zu senden.

 

5. Dokumentation des Symposiums

Die Referate werden - wenn das gewünscht ist - in erweiterter und eventuell überarbeiteter Form in der offiziellen Zeitschrift der KGG, der "Dogilmunhak", veröffentlicht. Sie werden dann in der "Dogilmunhak", die Ende Juni 2005 erscheint, publiziert. Die Publikationskosten sind vom Verfasser zu tragen. Für die Veröffentlichung der Gastbeiträge übernimmt die KGG die Kosten.

 

6. Themenbeschreibung

Menschen, die sich durch die schmalen Öffnungen der Berliner Mauer zwängen, die sie mit einfachem Werkzeug zerstören, auf ihr tanzen und feiern: Die Bilder aus dem Herbst 1989, die um die Welt gingen, sind wohl noch immer in Erinnerung. Heute gelingt es Besuchern nur mit viel Glück, Überreste der ehemaligen Grenzanlage aufzuspüren. In der Literatur und Kunst hingegen lässt sich die jeweilige Herkunft aus dem westlichen oder östlichen Teil auch nach fünfzehn Jahren meist ohne große Schwierigkeiten erkennen. Wer erwartet hatte, dass sich in der Literatur die aufgestauten Sehnsüchte eines gewaltsam geteilten Landes Ausdruck verschaffen würden, sah sich getäuscht. Die westdeutschen Schriftsteller reagierten mehrheitlich mit Desinteresse oder verhaltener Abwehr; nur wenige erkundeten mit Neugierde ein Land, das ihnen vier Jahrzehnte verschlossen war. Die meisten DDR-Schriftsteller erfuhren die Wiedervereinigung als Identitätsverlust, den sie in einem Erinnerungsdiskurs zu kompensieren suchten.

Das erste Jahrzehnt in einem vereinigten Deutschland offenbarte, was durch die Teilung lange verdeckt geblieben war: den tief greifenden sozialen und kulturellen Wandel in beiden deutschen Staaten. Schon in den sechziger Jahren beginnt ein Prozess der "Individualisierung und Diversifizierung von Lebensstilen" (Ulrich Beck), der zum Niedergang des traditionellen hegemonialen Kulturbegriffs führt. Dass das traditionelle Kulturverständnis seine Orientierungsfunktion verloren hat, zeigt sich nach 1990 rasch. Weder ein auf nationale Traditionen zurückgreifendes Konzept noch Vorstellungen einer geistig-kulturellen Einheit erweisen sich als durchsetzungsfähig - und dies nicht nur deshalb, weil wirtschaftlicher Niedergang und wachsende soziale Probleme des Landes in den Vordergrund rücken. Wenn eine 'kulturelle' Einheit hergestellt wird, dann im Bereich der (globalisierten) Massenkultur und der Massenmedien, die nun auch im öffentlich-staatlichen Bereich die Hochkultur und die Avantgardekultur (durch Theaterschließungen, Streichung von Subventionen u.ä.m.) ständig zurückdrängen.

Unter diesen Rahmenbedingungen lässt sich der in den Neunziger Jahren viel diskutierte Generationensprung von den 'Großvätern' (Grass, Walser, Handke, Wolf, Müller) zu den 'Enkeln' erklären, die sich entweder der massenmedialen Möglichkeiten vorbehaltlos bedienen wie die sehr erfolgreichen 'Popliteraten' (Stuckrad-Barre, Meinecke, Kracht), sich als 'Neotraditionalisten' bewusst davon distanzieren (Judith Hermann) oder Deutschland als multi-ethnisches Migrantenland darstellen (F. Zaimoglu).

Die deutsche Literatur und Kultur stellt sich heute in verwirrender Vielfalt dar. Ohne die Konfrontation der beiden Gesellschaftssysteme, aber auch ohne eine hegemoniale (Hoch-)Kultur entwickelt sie sich auf widersprüchliche und komplexe Weise: in den unterschiedlichen sozialen Milieus, in den verschiedenen geographischen Regionen, generationen- und geschlechtsspezifisch, hoch- und massenkulturell.

Das Sorak-Symposium soll Gelegenheit geben, der Entwicklung der verschiedenen literarischen Gattungen und Medien im Prozess der Wiedervereinigung ebenso wie der Entwicklung der einzelnen literarischen und kulturellen Institutionen nachzugehen und die aktuellen Tendenzen der Gegenwartsliteratur(en) zu betrachten. Es sollte aber auch die kulturpolitischen Debatten in den Blick nehmen, angefangen mit dem Literaturstreit um Christa Wolf und der Auseinandersetzung über Grass' "Ein weites Feld", über die STASI-Tätigkeit von DDR-Schriftstellern bis zu Martin Walsers Frankfurter Rede und zur Reaktion auf seinen Roman "Tod eines Kritikers". Dass sich Innensicht und Außensicht ergänzen, macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Themenschwerpunkte

1. Literatur und Literaturwissenschaft

1.1. Die Entwicklung der einzelnen literarischen Gattungen und Medien (Epik, Lyrik,
Dramatik, Literaturverfilmung, Liedermacher) im Prozess der Wiedervereinigung

1.2. Aktuelle Tendenzen der Gegenwartsliteratur: Thematisierung der Wende in der
Literatur, Identitätssuche, Umorientierung, Neuorientierung, das Fremde und das
Eigene, Migration und Multiethnizität; sozialgeschichtliche Fragestellungen

1.3. Die deutsche Literatur und ihr Verhältnis zur Postmoderne im Prozess der
Wiedervereinigung; Popliteratur; Intermedialität

1.4. Genderdiskurse im Prozess der Wiedervereinigung

1.5. DDR-Literatur neu gelesen (Strittmatter u.a.)

 

2. Kulturentwicklung und Kulturpolitik

2.1. Die Entwicklung der einzelnen literarischen und kulturellen Institutionen
(Literaturzentren, Verlage, Messen, Zeitschriften, Theater, Festivals) im Prozess
der Wiedervereinigung

2.2. Literaturstreit im vereinigten Deutschland von Christa Wolf bis Martin Walser

2.3. DDR-Schriftsteller und die Staatssicherheit

2.4. Auseinandersetzungen um die Schriftstellerverbände und PEN-Zentren

2.5. 'Ostalgie' als kulturelles, soziales und politisches Phänomen (z.B. Good Bye, Lenin!)

2.6. Die Suche nach einem Literaturkanon

2.7. Bildungspolitische Konsequenzen im Hochschulbereich: Umstrukturierungen der
Germanistik

2.8. Konsequenzen im Schulbereich: neue Entwicklungen in der Didaktik des
Deutschunterrichts und der Lehrerausbildung

[Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal, Bielefeld im Februar 2004] 


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