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Das 09. Sorak-Symposium (2001)


Thema: Moderne als Entgrenzung. Literatur und Kultur der Weimarer Republik

Leitung: Helmut Lethen, Rostock


http://kggerman.or.kr/sorak/sorak2001.htm


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Das 9. Sorak-Symposium

"Moderne  als Entgrenzung - Literatur und Kultur der Weimarer Zeit"

Mit Prof. Helmut Lethen (Universität Rostock)

 Do.20. - So.23. Sep. 2001

Im Osaek Green Yard Hotel am Soraksan, Yang-Yang, Kwangwon-Do, Korea

Veranstaltet  von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (KGG)

in Zusammenarbeit mit dem DAAD

Organisationsgremium: Prof. Dr. TAK Sun-Mi (Vorsitzende), SON Eun-Ju,  AHN In-Kyoung , AHN Jin-Tae, YU Si-Taek, LEE Hae-Wook, YIM Han-Soon, CHANG Young-Eun,  Birgit MERSMANN (DAAD),

Kontaktadresse:  Prof. TAK Sun-Mi  (German Dep., Hanyang University
                   Sa-1-Dong, An-San, Keonggi-Do 425-791)
(E-Mail: smtak@email.hanyang.ac.kr  /   Phone: 018- 207 - 5297)

 

1. Allgemeine Bemerkung:

Das Sorak-Symposium wird in diesem Jahr wieder am Soraksan im schönen Herbst stattfinden. Das 9., diesjährige Sorak-Symposium steht unter dem Generalthema "Moderne als Entgrenzung - Literatur und Kultur der Weimarer Zeit". Was uns interessiert, ist allerdings nicht nur die literaturhistorische Dimension der betreffenden Zeit, sondern auch der Prozess von Strukturänderungen und Neukonstellation der modernen Kultur, der zur damaligen Zeit  durch explosiven Zuwachs der Produktionskräfte,  drastische Auflösung der traditionellen gesellschaftlichen Bindungen und Entwertung der alten kulturellen Ideale in Gang gesetzt  worden war. Fragestellungen und Perspektiven, die sich in letzter Zeit in der kulturwissenschaftlichen Forschung herausgebildet haben, können uns auch neue Zugänge zum Thema öffnen. Die vielfältigen Möglichkeiten der Thematisierung des Problems deuten z.B. schon die Titel der geplanten Vorträge von Prof. Lethen  an: "Zwischen Nervosität und Panzerung. Das Schicksal der Körperbilder ...", "Die Lust an der "scharfen Grenzziehung" in Literatur, Kunst und Politik", "Kälte" als Zentralmetapher der Erfahrung der Moderniserung" etc. Zu Diskussion und Meinungsaustausch über dieses vielversprechende Thema laden wir Sie herzlich ein. Sie sind willkommen, sei es mit oder ohne Referat.

(Forschungsgebiete von Prof.Dr.Helmut Lethen: Konzepte der Historischen Avantgarden 1910-30 / Verhaltenslehren des 20.Jahrhunderts und die Tradition der europäischen Moralistik / Literatur, Anthropologie und  Biologie in den 30er Jahren des 20.Jahrhunderts)

 

2. Aufbau und Verlauf des Symposiums

Das 9. Sorak-Symposium besteht, wie bisher, aus 4 halbtägigen Sitzungen, einem Seminar bzw. einer Sektionsarbeit und einer gemeinsamen Nachmittagswanderung am letzten Arbeitstag. Vorgetragen werden etwa 15-18 Beiträge einschließlich des Eröffnungsvortrags. Der Teilnehmerkreis wird nach unserer Einschätzung etwa 50 Personen umfassen, wobei 4 bis 5 Gäste aus ostasiatischen Nachbarländern wie auch mehrere deutsche KollegInnen zu erwarten sind. In diesem Jahr wollen wir bemüht sein, unseren wissenschaftlichen Nachwuch, d.h. DoktorandInnen der germanistischen Studien stärker mit einzubeziehen. Wir wollen ihnen mehr Gelegenheit geben, an der wissenschaftlichen Öffentlichkeit teilzunehmen und einander intensiv kennenzulernen.

Die Erfahrung im Osaek Green Yard  Hotel während des letzten Sorak-Symposiums hat uns bestätigt, dass dies ein idealer Tagungsort ist. Mit heißem Quellbad und wunderschönem Wald  kann man sich von der Hektik des Berufsalltags  gut erholen.

 

3. Anmeldung und Gebühren:

Interessenten sind gebeten, sich bis  zum 6. April 2001 bei Prof. TAK Sun-Mi über die oben angegebene (E-Mail) Adresse anzumelden. Dabei sollen gemäß des hier beigefügten Anmeldeformulars die befragten Daten angegeben werden. Diejenigen KollegInnen, die sich für ein Referat entschieden haben, sollen neben dem Titel noch den Inhalt des geplanten Referates , etwa in 5-10 Zeilen zusammengefasst, beschreiben. Die Teilnahmegebühren betragen für Professoren 120.000 Won, für Lehrbeauftragte und Studenten 70.000 Won. Sie umfassen die Kosten für 3 Übernachtungen (für je 3 Personen  eine 85qm große Wohnung), alle Mahlzeiten und Getränke während der Tagung, schriftliche Materialien wie auch Eintrittkarten zum Soraksan.

4.  Themenbeschreibung

Die Moderne als Entgrenzung  -  Literatur und Kultur der Weimarer Zeit

Die Moderne, wie man sie in der Gegenwart erlebt und versteht, hat ihr Muster in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts auf breiter Front durchgesetzt. Der durch Ford symbolisierte endgültige Sieg der Massenproduktion öffnete dem Zeitalter des Massenkonsums weit die Tür und leitete eine nivellierende Ausweitung der Kultur ein, deren Genuss bis dahin noch zum Privileg der gehobenen bürgerlichen Klasse gehörte. Neue Medien wie Film, Radio, Photographie und Massenveranstaltungen wie Marschkolonnen, Großkundgebungen, sportliche Großveranstaltungen etc. haben die Form der Öffentlichkeit verändert und neue Bedingungen der kulturellen Produktion und Rezeption hervorgebracht. Die künstlerische Avantgarde, die einen krassen Bruch mit der bürgerlichen Kunsttradition seit der Renaissance beansprucht hat, und die mit dem Mythos der „Golden Twenties“ am ehesten verbunden wird, war nicht nur ein genuin künstlerisches Formexperiment, sondern auch Reaktion auf die geänderten kulturellen Produktions- und Rezeptionsbedingungen der Zeit: Kunst und Literatur lösen sich von inhaltlichen Normen und einer organischen Formästhetik ab, verfügen über ihre Formmittel als Material für Konstruktion und versuchen, sich an die neue technische Welt der Massenproduktion anzupassen und ihr Terrain zum Massenpublikum zu entgrenzen. Die Folge war ein rascher Wechsel künstlerischer Strömungen, fluktuierende Stilvielfalt und tabubrechende Experimente. Was die literarische Kunst betrifft, findet man beinahe alle Muster für die Stile und Untergattungen der gegenwärtigen Weltliteratur: Naturgedicht und Hörspiel, Reportage und Parabelstück, Dokumentarliteratur und Dialektdichtung, Volksstück und Agitprop, Text der Selbsterfahrung und konkrete Poesie etc.

Blickt man vom heutigen Standpunkt aus auf die avantgardistischen kulturellen Erscheinungen der Weimarer Zeit zurück, überrascht noch einmal die Bewegtheit und Produktivität, die Radikalität und der Ernst der damaligen kulturellen Szene. Das lässt sich zum einen mit dem großen Vertrauen der Zeitgenossen auf den Fortschritt, sei es technischer oder politischer, erklären. Zum anderen muss man das im Zusammenhang mit dem historisch einmaligen soziokulturellen Wandel der Zeit betrachten, der dem sozioökonomischen Modernisierungsprozess des Hochkapitalismus seit den 80er Jahren des neunzehnten Jahrhunderts folgte und zu einer neuen Organisation des Alltagslebens und zur Herausbildung eines neuen Lebensgefühls führte: Ein umfassender Auflösungsprozess der traditionellen kulturellen Bindungen und Grenzziehungen war in Gang gekommen. Aufgehoben wurde da die Grenze zwischen der hohen und niederen Kunst, den Produzenten und Rezipienten, der individuellen Schöpfung und technischen Produktion, der Bildung und Vergnügung, der Kunst und Politik wie auch zwischen Männlichem und Weiblichem und den nationalen Kulturen. Was aus diesen kulturellen Entgrenzungen wie auch aus dem avantgardistischen Bruch mit der bürgerlichen Kunsttradition geworden ist, mag eine weitere Frage sein. Die Explosivität und der Ernst der künstlerischen und literarischen Experimente der Weimarer Zeit sind jedoch ohne Bezug auf den umfassenden historischen Modernisierungsprozess, der zur Entgrenzung aller kulturellen Traditionsbindungen drängte, nicht adäquat zu fassen.

Festzuhalten ist noch, besonders im deutschen Kontext, dass man diesem Prozess der umfassenden Entgrenzungen und Überschreitungen keinesfalls immer mit Hoffnungen und Zuversicht begegnet war, sondern auch häufig mit Ängsten und Regressionen. Der Verlust an gesellschaftlicher und kultureller Homogenität und traditionellen Idealwerten wurde auch mit einer scharfen Grenzziehung beantwortet: hermetisch-ästhetizistische Kunst gegen unterhaltende  Massenkunst, essentialistische Seinsphilosophie gegen das materialiserte Alltagsleben, das naturalisierte und mythologisierte Weiblichkeitsbild gegen die real umher laufenden 'Neuen Frauen' - die ihrer traditionellen Genderrolle entwachsen waren  -, der  Diskurs des reinen Volksgeistes gegen die sich zunehmend internationalisierende moderne Welt etc. Das spannungsreiche Feld der Weimarer Moderne stellt sich gerade mit diesem Gegeneinander und Nebeneinander von verschiedenen Entgrenzungen und Grenzziehungen  ein.

Das Sorak-Symposium im Jahr 2001 setzt es sich zum Ziel, die Literatur der Weimarer Zeit im Licht dieses bewegten und facettenreichen kulturellen Modernisierungsprozesses zu betrachten. Und diese Zielsetzung erlaubt uns verschiedene Zugänge zu unserem Gegenstand. Man kann einzelne Autoren nehmen und deren Werke nach literaturästhetischen Innovationsmomenten bzw. Spuren des gesellschaftlichen Wandels befragen. Man kann sie auch in große kulturelle Diskurse der Zeit einordnen, die in welcher Richtung auch immer als Antwort auf die sich formierende moderne Massengesellschaft betrachtet werden können. Man kann aber auch über die nationale Grenze hinaus blicken und versuchen, diese Autoren in den gesamteuropäischen Kontext der kulturellen Moderne einzuordnen. Man kann sie schließlich auch zu einem transkulturellen Vergleich heranziehen. Hier lässt sich ein Vergleich mit den literarischen Erscheinungen der Moderne in den ostasiatischen Ländern denken. Es könnte der Frage nachgegangen werden, ob die moderne Kunst und Literatur auch in diesen Ländern vergleichbare emanzipatorische Funktion ausgeübt hat, welche kulturellen Traditionen und Bindungen das Vorfeld für die Moderne ausgemacht haben und ob es hier auch die Gegentendenz zum modernen Entgrenzungsprozess gab. So könnte die Literatur der Weimarer Zeit aus ihrer engen nationalen und zeitlichen Grenze heraustreten und uns Zugänge zur gegenwärtigen Kultur bieten.  

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